Bald Baubeginn in Lebach

 
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Neubau einer Werkstatt für Behinderte Menschen


Wochenspiegel Saarbrücken, 19.07.2006


LEBACH (red./SaB).Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 4,7 Mio. EUR überreichte Sozialminister Josef Hecken an die reha gmbh. Mit Hilfe des Landeszuschusses baut die reha gmbh in Lebach eine neue Zweig-Werkstatt für körperbehinderte und schwerst-mehrfachbehinderte Menschen. Die Gesamtkosten für die Neuschaffung von 140 Werkstattplätzen betragen rd. 6, 3 Mio. EUR.
Nach mehr als vier Jahren Planungszeit kann damit endlich mit dem Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Freibades in Lebach begonnen werden. Minister Hecken: „Erstmals im Saarland werden auch 20 spezialisierte Werkstattplätze für blinde und sehbehinderte Menschen geschaffen. Damit wird einem dringenden Bedarf und Wunsch der Betroffenen Rechnung getragen." Von großem Vorteil ist hierbei die räumliche Nähe zu der benachbarten Blindenschule, deren fachliches Know-how mitgenutzt werden kann.
„Durch den neuen Standort in Lebach werden künftig körperbehinderte und schwerst-mehrfachbehinderte Menschen aus dem nordwestlichen und mittleren Saarland wesentlich kürzere Wege zu einer spezialisierten Werkstatt haben. Damit wird auch die behindertenpolitische Leitlinie der wohnortnahen Versorgung von der Landesregierung weiter konsequent in die Tat umgesetzt", so Minister Hecken. Eine wichtige Ergänzung der Gesamtkonzeption ist auch die Angliederung einer Tagesförderstätte mit weiteren 18 Plätzen für solche behinderte Menschen, die auf Grund der besonderen Schwere ihrer Behinderung keiner Beschäftigung nachgehen können.
Nach Fertigstellung der Baumaßnahme wird die reha gmbh an vier verschiedenen Standorten in Saarbrücken, Burbach, Neunkirchen und Lebach über insgesamt 414 spezialisierte Arbeitsplätze für körperbehinderte und schwerst-mehrfachbehinderte Menschen verfügen.
Im Saarland sind zurzeit über
3100 behinderten Menschen in insgesamt zehn verschiedenen Werkstätten beschäftigt. Die Landsregierung hat seit 1999 rund 690 neue Werkstatt-Plätze geschaffen. Sozialminister Josef Hecken: „Bereits jetzt hat das Saarland damit einen weit über dem Bundesdurchschnitt liegenden Versorgungsgrad an Werkstattplätzen erreicht. Trotz der Haushaltsnotlage des Landes haben wir bei den notwendigen Hilfen für behinderte Menschen keine Einschnitte vorgenommen. Wir haben Vorsorge dafür getroffen, dass jeder behinderte Mensch, der auf Grund seiner Behinderung einen Platz in einer Werkstatt benötigt, hier im Saarland auch einen solchen Platz finden kann."
Nach der Landesplanung des saarländischen Ministeriums für Justiz, Gesundheit und Soziales sollen in den nächsten Jahren noch weitere 258 Plätze zusätzlich gebaut werden. Die „Zielplanung 2010" sieht für das Saarland dann im Endausbau ein Angebot von 3 400 Werkstatt-Plätzen vor.