Werkstatt und Förderstätte

 

Umwidmung des Freibadgeländes
Werkstatt und Förderstätte

Seit Anfang vergangenen Jahres ist es im Gespräch. Nun wird geplant. Bis zum Jahr 2007 soll eine Werkstatt auf dem ehemaligen Freibadgelände entstehen, die rund 160 behinderten Menschen Arbeit gibt. Das Arbeitsangebot für behinderte Menschen auf- und auszubauen, ihnen auf dem Arbeitsmarkt eine Perspektive zu bieten, hält der Prokurist und Projektverantwortliche der Reha GmbH Willy Marx für zukunftsorientiert und sinnvoll. Anfang vergangenen Jahres verhandelte die gemeinnützige Gesellschaft aus Saarbrücken auf der Suche nach einem weiteren Standort für eine Werkstatt für behinderte Menschen mit der Stadt Lebach. Das ehemalige Freibadgelände in der Dillinger Straße kam ins Gespräch (wir berichteten). In seiner März-Sitzung stimmte der Lebacher Rat dem Vorhaben zu. Nun werden die Pläne konkret. Bis Ende dieses Jahres sollen die Vorbereitungen zu dem Projekt abgeschlossen sein und der Bau beginnen. Die Reha rechnet mit einem Jahr Bauzeit. Ziel sei es, so erklärt Willy Marx, „am 1.1.2007 dort einzuziehen“. Die Kosten für das Projekt werden auf etwa sieben Millionen Euro veranschlagt, wobei ein Teil vom Land aus den Ausgleichsabgaben finanziert werde. Auf dem Gelände des ehemaligen Freibades, das seit 1994 geschlossen ist, soll dabei eine Werkstatt entstehen, die für 140 behinderte Menschen Arbeitsplätze vorhält, 20 davon sind speziell für Blinde und Sehbehinderte vorgesehen. In einer Tagesförderstätte mit weiteren 18 Plätzen sollen stark behinderte Menschen zudem an eventuelle Arbeitsplätze herangeführt werden. Beschäftigt werden vorwiegend jüngere Behinderte, größtenteils unter 30 Jahren. Sie werden Logistikaufträge von Online-Shops bearbeiten. Die Reha GmbH hat auf diesem Dienstleistungssektor und mit dem Betreiben von Werkstätten für behinderte Menschen schon einige Erfahrung. Sie betreibt in Saarbrücken und Burbach bereits solche Einrichtungen. In Neunkirchen werden unter der Leitung der Reha GmbH kunsthandwerkliche Gegenstände hergestellt. Mit der vierten Werkstatt in Lebach sollen aber nicht nur dringend benötigte Arbeitsplätze für Behinderte entstehen. Willy Marx rechnet mit 40 bis 50 weiteren Stellen für das Personal, das Betreuung und Versorgung übernimmt.


Saarbrücker Zeitung vom 1.6.2005