CAP-Markt eröffnet in Elversberg | |

Tolle Idee - darf's ein bisschen mehr sein?
Wer ab dem 7. März 2008 im Elversberger CAP-Markt in der St. Ingberter Straße (vorher „nah und gut") einkauft, wird sich erstmal wundern. Ob am Gemüseverkauf, bei den Milchprodukten oder am Zeitungsstand: In dem neuen Supermarkt arbeiten nämlich Menschen mit einer Körperbehinderung zusammen mit Fachkräften aus dem Lebensmittelbereich. Das Kürzel „CAP" steht für Handicap - zu Deutsch „Benachteiligung". 57 dieser Lebensmittelmärkte haben in den letzten 8 Jahren bereits in anderen Städten und Gemeinden eröffnet. Und überall - ob Stuttgart, Sindelfingen oder Thaleischweiler in der Pfalz - sind die Märkte ein Erfolg.
Die Idee auch in Elversberg einen CAP-Markt zu eröffnen hatte Rainer Blum, Geschäftsführer der reha gmbh in Saarbrücken. Blum: Wir wollen behinderten Menschen eine sinnvolle und abwechslungsreiche Beschäftigung bieten. Sie werden hier gemeinsam mit Nicht-Behinderten zu einem starken Team zusammenwachsen." Es soll eine Integrationsfirma gegründet werden. In dieser soll jeder zweite Arbeitsplatz mit einem behinderten Menschen besetzt sein.
Und warum soll man ausgerechnet in so einem Supermarkt einkaufen? Rainer Blum: „Der CAP-Markt ist kein anonymer Massen-Markt. Wir setzen vielmehr auf Kundennähe, Service, Beratung. So bringen wir die Tüten sogar ans Auto. Oder liefern auf Wunsch kostenlos nach Hause."

Wann macht der CAP-Markt auf? Rainer Blum: „Im Augenblick sind wir dabei, den Laden zu renovieren. Neue Regale, aktuelle Kühltechnik, helle freundliche Räume, neues Sortiment.
Da müssen wir noch viel tun bis wir das Geschäft auf Vordermann haben. Wir wollen ein Kundenorientiertes Angebot präsentieren: Die Regalhöhe übersteigt keine 1,60 Meter - So sind alle Produkte in Reichweite. Und große Preisschilder ermöglichen einen guten Überblick. Am 7. März ist es dann soweit!"
Was wird angeboten? In diesem Supermarkt finden Sie ein komplettes Vollsortiment - natürlich insbesondere frische Artikel wie Gemüse, Obst und Käse. Eine Bäckerei und eine Metzgerei vervollständigen das Angebot. Der Frischeanteil liegt insgesamt sogar bei mehr als 40%. Es gibt natürlich auch CAP-Eigenmarken, die aus Betrieben kommen, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten. Und die Produkte von reha Kunst&Handwerk in Neunkirchen aus Holz, Textil oder Ton und Kerzen werden einen bevorzugten Platz erhalten.
Der CAP-Markt versteht sich als Job-Chance. Blum: „Bei uns finden behinderte Menschen eine Arbeit, die sie fordert. Manche räumen Ware in die Regale, andere wiegen Obst ab oder arbeiten an der Kasse. Unterstützt werden sie von Fachangestellten. CAP bietet somit ganz neue Beschäftigungsperspektiven. Auch werden Verkäufer sowie Kaufleute im Einzelhandel qualifiziert und ausgebildet. Die Chancen für eine Integration sind beim CAP-Konzept extrem günstig - die Mitarbeiter haben hier ja täglich Kontakt mit Kunden und können beweisen, was sie können."