Finanzielle Vorteile

Ermäßigter Umsatzsteuersatz von 7 %

Der Gesetzgeber hat den anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung Wettbewerbsvorteile eingeräumt. Davon profitieren die Kunden der reha gmbh.

 

Das wichtige Thema Ausgleichsabgabe

Unternehmen, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen, haben nach § 140 SGB IX mindestens 5 % ihrer Arbeitsplätze durch Menschen mit Behinderung zu besetzen. Für jeden nicht besetzten Platz muss eine Ausgleichsabgabe entrichtet werden. Sie beträgt zwischen 115,- € und 290,- € je nach der Anzahl der besetzten Plätze.

50 % des auf die Arbeitsleistung der reha gmbh entfallenden Rechnungsbetrages können auf diese Abgabe angerechnet werden.

Beispiel:
Bei einem Unternehmen (50 Beschäftigte), das 2 Pflichtplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen hätte, aber keinen Platz besetzt hat, werden pro Jahr 4.800 € Ausgleichsabgabe fällig. Das Unternehmen vergibt nun Aufträge in Höhe von 10.000 € Arbeitsleistung an die reha gmbh. Nach den gesetzlichen Vorschriften sinkt damit der Betrag der fälligen Ausgleichsabgabe auf 0 €.

Neuerung ab 01.01.2016:

Zum 1. Januar 2016 wurde die Ausgleichsabgabe aufgrund der in § 77 Abs. 3 des neunten Sozialgesetzbuchs (SGB IX) geregelten Anpassungsvorschrift erhöht.

Diese Erhöhung erfolgt automatisch, wenn sich die Bezugsgröße gemäß § 18 Abs. 1 SGB IV seit der letzten Neubestimmung der Beträge der Ausgleichsabgabe um wenigstens 10 % erhöht hat.

Die letzte Erhöhung erfolgte zum 1. Januar 2012. Da eine entsprechende Erhöhung der Bezugsgröße zum 1. Januar 2016 erfolgt, steigen die Beiträge der Ausgleichsabgabe von:

290,00 € auf 320,00 € (Erfüllungsquote von 0 % bis unter 2 %)
200,00 € auf 220,00 € (Erfüllungsquote von 2 % bis unter 3 %)
115,00 € auf 125,00 € (Erfüllungsquote 3 % bis unter 5 %)

Die Erhöhung gilt für alle Pflichtplätze, die ab dem 1. Januar 2016 unbesetzt sind. Die Ausgleichsabgabe für das Jahr 2016 ist bis spätestens 31. März 2017 zu entrichten.

Damit wirkt die Erhöhung erst im Jahr 2017. Für die Ausgleichsabgabe, die im Jahr 2016 für das Jahr 2015 zu entrichten ist, gelten noch die alten Sätze.